Analog und digital — Notizbücher smarter benutzen

Jah­re­lang habe ich mir in Bespre­chun­gen usw. Noti­zen ent­we­der auf dem Papier­block oder sel­ten am Lap­top gemacht. Das Pro­blem war immer, dass ich die Mit­schrift auf Papier spä­ter nicht pas­send zur Ver­fü­gung hat­te oder es ein­fach über­flüs­si­ge Papier­ver­schwen­dung war, da das Pro­to­koll spä­ter ohne­hin ver­schickt wur­de. Auch One­Note oder ähn­li­che Pro­gram­me haben sich bei mir nicht bewährt. Auf Dis­plays kann ich bis­lang nicht schnell und gut mit­schrei­ben. Daher bin ich inzwi­schen auf eine gemisch­te ana­log-digi­tal Vari­an­te umge­stie­gen, die ich im Fol­gen­den ein­mal vor­stel­len möch­te.

Notizbücher smarter benutzen

Ich schrei­be mei­ne Noti­zen in ein wie­der­ver­wend­ba­res Notiz­buch. In mei­nem Fall das soge­nann­te “Rocket­book” in der A5-Grö­ße. Die­ses Notiz­buch muss mit bestimm­ten Stif­ten beschrie­ben wer­den, zum Bei­spiel den Fri­Xi­on-Stif­ten von PILOT. Von bei­den Pro­duk­ten las­sen sich z.B.: im Inter­net auch Alter­na­ti­ven fin­den, die güns­ti­ger sind oder ein ande­res For­mat haben. Die Sei­ten des Notiz­buchs und die Far­be in den Stif­ten sind hit­ze­emp­find­lich, so dass sich die Noti­zen durch Abwa­schen und Hit­ze ent­fer­nen las­sen. 

Scanner-Apps

Zum Rocket­book gibt es eine App für Andro­id und iOS, die ich aller­dings nicht ver­wen­de. Daher nut­ze ich auch man­che Fea­tures des Rocket­books nicht, wie die QR-Codes der ein­zel­nen Sei­ten und die ein­stell­ba­ren Upload-Zie­le unten auf den Sei­ten. Mei­nes Wis­sens nach wird Web­DAV von der App nicht unter­stützt, so dass der Upload zu mei­ner Next­cloud für mich nicht mög­lich ist.

Ich nut­ze daher die App Scan­bot, die es sowohl für iOS als auch für Andro­id gibt. Ich habe die App vor ein paar Mona­ten jeweils noch ein­ma­lig gekauft, aller­dings hat der Ent­wick­ler das Bezahl­mo­dell inzwi­schen auf regel­mä­ßi­ge Zah­lun­gen durch ein Abon­ne­ment umge­stellt.

Wenn die Notiz oder Mit­schrift fer­tig ist, scan­ne ich die Sei­ten mit dem Smart­pho­ne oder Tablet ein, wobei auch meh­re­re Sei­ten zu einem Doku­ment zusam­men­ge­fügt wer­den kön­nen. Beson­ders hilf­reich sind die auto­ma­ti­sche Benen­nung des Doku­ments ent­spre­chend des Datums und die Mög­lich­keit benut­zer­de­fi­nier­te Tags zu ergän­zen. So lässt sich schnell ein Doku­men­ten­na­me erstel­len, der schnell wie­der­zu­fin­den und leicht zu ver­ste­hen ist. Theo­re­tisch ist auch OCR mög­lich, aller­dings klappt das bei mei­ner Schrift sel­ten (nie).

Hochladen in die Cloud

Nach­dem das Doku­ment benannt ist, wird es auto­ma­tisch per Web­DAV-Anbin­dung in einen Ord­ner für Scan­bot auf mei­ner Next­cloud hoch­ge­la­den. Je nach Zweck des Doku­ments kopie­re ich die Datei dann noch an einen ande­ren Ort. Jedoch las­se ich immer eine Kopie in die­sem Ord­ner, so habe ich immer ein Back­up und eine Über­sicht über die hoch gela­de­nen Doku­men­te.

Fazit

Ins­ge­samt kom­me ich mit die­ser Vor­ge­hens­wei­se gut zurecht. Ich habe ein Notiz­buch, dass ich nicht alle paar Mona­te aus­tau­schen muss (Ich muss es nur waschen und föh­nen 😉 ) und mei­ne Noti­zen und Doku­men­te sind end­lich digi­tal gesi­chert und ordent­lich sor­tiert. Abschlie­ßend noch ein Hin­weis auf den Blog und das Buch von Her­bert Her­tramph (Twit­ter), er hat sich mit dem gan­zen The­ma des papier­lo­sen Büros und der digi­ta­len Ord­nung noch ein biss­chen mehr beschäf­tigt. Einen Bei­trag zu den smar­ten Notiz­bü­chern hat er auch ver­fasst.