Ein NAS-Server im Selbstbau mit OMV 5 – Teil 2

Dies ist der zwei­te Teil einer klei­nen Serie von Bei­trä­gen, in denen ich doku­men­tie­re, wie ich die Hard­ware mei­nes eige­nen NAS (Net­work Atta­ched Sto­rage) zusam­men­stel­le, das Betriebs­sys­tem instal­lie­re und es abschlie­ßend mei­nen Wün­schen ent­spre­chend kon­fi­gu­rie­re.

Nach dem Zusam­men­bau des Ser­vers geht es nun wei­ter mit der Instal­la­ti­on des Betriebs­sys­tems. Hier kommt mei­ner Mei­nung nach für die meis­ten Nut­zer eigent­lich nur eine Linux-Vari­an­te in Fra­ge. Letzt­lich habe ich mich für Open­Me­diaVault (OMV) ent­schie­den, da es hier eine Web-Ober­flä­che gibt, die es etwas ein­fach macht, den Ser­ver zu admi­nis­trie­ren.  Sie basiert auf Debi­an und hat damit einen gut gepfleg­ten Unter­bau. Ubun­tu Ser­ver oder pures Debi­an wären auch eine Mög­lich­keit gewe­sen, aber nur auf der Kon­so­le arbei­ten ist mir für den All­tag zu müh­sam.

Vorbereitungen zur Installation

Für die Instal­la­ti­on von OMV müs­sen nun ein paar Vor­be­rei­tun­gen getrof­fen wer­den. Zunächst müs­sen naüt­r­lich Tas­ta­tur, Maus und Bild­schirm an den Ser­ver ange­schlos­sen wer­den. Außer­dem soll­te ein Blick ins Bios des Ser­vers und auf die Boot­rei­hen­fol­ge gewor­fen wer­den, damit sicher ist, dass das spä­te­re Boo­ten vom USB-Stick pro­blem­los geht. Danach gilt es den USB-Stick mit dem Instal­la­ti­ons Image von OMV zu erstel­len. Dazu benut­ze ich ent­we­der Rufus oder bale­naEt­cher. Bei Rufus kann etwas mehr ein­ge­stellt wer­den, Etcher ist etwas schi­cker. Als Letz­tes den USB-Stick in einen USB-Port des Ser­vers ste­cken und den Ser­ver star­ten.

Installation

Die Instal­la­ti­on von OMV ist rela­tiv ein­fach. Wenn nichts schief läuft und die Hard­ware erkannt wird. Wenn das nicht der Fall ist, geht die Feh­ler­su­che und die Recher­che in den diver­sen Inter­net-Foren los. Zum Glück hat auch OMV ein eige­nes Forum. Beim ers­ten Ver­such im letz­ten Jahr hat­te die Netz­werk­kar­te Pro­ble­me gemacht, was durch die neue Ver­si­on OMV 5, die auf Debi­an 10 Bus­ter basiert, gelöst wur­de. Die­ses Mal woll­te die Fest­plat­te zunächst nicht so, wie ich es woll­te, hier ist mein Lösungs­weg.

Für die Screen­shots habe ich OMV in einer Vir­tu­al­Box gestar­tet.

Los geht es nach dem Start mit dem Boot-Menü von OMV.

Wei­ter geht es mit der Sprach­aus­wahl.

Danach wer­den Rech­ner­na­me, Domain und root-Pass­wort fest­ge­legt. Das root-Pass­wort soll­te natür­lich kom­plex und lang sein.

Als nächs­ter Schritt müs­sen die Fest­plat­ten par­ti­tio­niert wer­den. Hier die Fest­plat­te aus­wäh­len, auf der das Linux-Sys­tem instal­liert wer­den soll. Dabei bit­te sorg­fäl­tig und vor­sich­tig vor­ge­hen, da alles auf die­ser Fest­plat­te gelöscht wird.

Wenn bis jetzt alles geklappt hat, muss nur noch der Paket­ma­na­ger kon­fi­gu­riert wer­den und die Instal­la­ti­on ist fer­tig. Nach dem Abschluss der Instal­la­ti­on wird der Ser­ver neu gestar­tet und soll­te OMV boo­ten. Dabei dar­auf ach­ten, dass ent­we­der der USB-Stick vor dem Neu­start ent­fernt wird, oder sicher­stel­len, dass von der rich­ti­gen Fest­plat­te geboo­tet wird.

Wenn alles gut läuft, star­tet OMV und man kann sich als root mit dem vor­her fest­ge­leg­ten Pass­wort anmel­den. Außer­dem wird hier auch die IP-Adres­se ange­zeigt, unter der die Web-Ober­flä­che von OMV im loka­len Netz­werk zu errei­chen ist. Da die­se Instal­la­ti­on inner­halb von Vir­tu­al­Box instal­liert ist, wird hier noch mehr ange­zeigt, bei einer Netz­werk­kar­te soll­te weni­ger ange­zeigt wer­den.

Das vor­ein­ge­stell­te Pass­wort für den admin-Account der Web-Ober­flä­che ist “open­me­diavault”, es soll­te also schnell geän­dert wer­den. Danach ist das Dash­board von OMV zu sehen, die Start-Ober­flä­che, hier jetzt auch von mei­nem ech­ten Ser­ver.

Damit ist jetzt OMV instal­liert und läuft grund­sätz­lich, aber ohne wei­te­re Funk­tio­nen. Die wei­te­ren Ein­rich­tungs­schrit­te für wei­te­re Fest­plat­ten, Instal­la­ti­on von Docker, Ein­rich­tung von Next­cloud und die Erreich­bar­keit aus dem Inter­net fol­gen in den nächs­ten Tei­len der Serie.